Seit September 2006 ist in Deutschland mit Gardasil der erste Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs zugelassen. Der zweite, Cervarix, wurde 2007 eingeführt. Im Mai 2007 wurde die HPV für alle Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren von der STIKO (Ständige Impfkommission) zugelassen und muß damit von allen gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Welchen Schutz bietet nun die von Medien und Krankenkassen viel umworbene Impfung? Der Gebärmutterhalskrebs kann von einer Reihe verschiedener Viren, den sog. HPV-Viren, verursacht werden. Bis heute sind über 120 verschiedene HPV-Viren bekannt, von denen ~ 20 Typen, am häufigsten die Typen 16 und 18 (insgesamt bis zu 70%), bei Gebärmutterhalskrebsen gefunden werden. Andere Typen können Genitalwarzen verursachen. Übertragen werden alle Viren in erster Linie durch den Geschlechtsverkehr. Häufig entsteht eine symptomlose Entzündung, mit der der Körper in über 80% aller Fälle selbst fertig wird. Ganz selten kann, begünstigt durch eine Reihe von Risikofaktoren wie Nikotin und Alkohol oder häufig wechselnden Partnern, eine chronische Entzündung entstehen, die dann erstmals Veränderungen bei der Abstrichuntersuchung verursacht und die dann in ganz seltenen Fällen über viele Jahre zu einem Gebärmutterhalskrebs führen kann, sofern zwischenzeitlich keine Krebsvorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden. In Deutschland erkranken im Jahr etwa 6000 Frauen an diesem Krebs. 1700 sterben daran. Bei Frauen, die regelmäßig zur Krebsvorsorgeuntersuchung gehen, kommt es äußerst selten zu einem Krebs, da Veränderungen am Muttermund bereits frühzeitig, d. h. bevor ein Krebs entsteht, erkannt und behandelt werden. Die neue HPV-Impfung schützt nun vor einer Infektion mit den Virustypen 16 und 18, welche in 70% aller Gebärmutterhalskrebsen gefunden werden, sowie vor der Infektion mit Genitalwarzen durch die Typen 6 und 11. Für die restlichen 30% fehlt jedoch der Schutz. Das heißt, dass auch nach einer Impfung regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden müssen. Als Nebenwirkungen der Impfung werden neben den Üblichen leichten Impfreaktionen wie Rötung und Schwellung an der Impfstelle oder leichten Temperaturerhöhungen und Abgeschlagenheit in seltenen Fällen auch schwerwiegendere neurologische Störungen und Hirnleistungsstörungen beschrieben.

>>Bei regelmäßiger Teilnahme an den Krebsvorsorgeuntersuchungen sinkt das Erkrankungsrisiko an Gebärmutterhalskrebs auf unter 10%.
>>Möglicherweise wird der Nutzen dieser Impfung aufgrund fehlender kontrollierter Studien dreutlich überschätzt.
>>Schwerwiegende Nebenwirkungen sind zwar selten, aber können zu erheblichen Lebensveränderungen führen.
>>Die Impfkosten sind erheblich und stehen noch einem fraglichen Nutzen gegenüber.
>>Wenn eine Impfung geplant wird, sollte sie vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen.
Mit oder ohne Impfung bleibt die regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchung unerläßlich für den Schutz vor Gebärmutterhalskrebs.
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"Merkblatt zur HPV-Impfung" (14 KB)
>> www.zervita.de